Flieger

Flieger ist nicht nur der Gründer der Teepeeland Siedlung, sondern war auch der Begründer der „Cuvry Brache“.

Ein Auszug aus einem im letzten Jahr erschienenen Interview mit unserem „Häuptling“.

Flieger, du hattest zuerst ja die Siedlung auf der Cuvrystraßen-Brache ins Leben gerufen. Dort fühltest du dich ja nach einiger Zeit icht mehr wohl. Im Juli 2012 hast du schließlich dein tipi abgebaut und auf dem Areal des heutigen Teepeelands neu errichtet. Woher kanntest du diese Fläche?

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie ich sie entdeckt habe. Aber ich kannte sie eben. Ich hatte dort schon mal am Spreeufer gesessen und mir den Ort gemerkt.

Wie sah es damals dort aus?

Es war ziemlich „verwachsen“ und es gab auch keinen Weg dort. Die ehemalige Eisfabrik stand offen.

Und diese Fläche hat dich angezogen?

Ja, vor allem das Wasser. Und ich suchte nach einem öffentlichen Gelände – es sollte kein Privatgelände wie bei der „Cuvry“ sein.

Du hast dort also dein Tipi aufgebaut. Was geschah dann?

Zuerst war ich dort ganz allein. Und dann kam mein Freund James und hat dort ebenfalls ein Tipi aufgebaut… aber an der falschen Stelle: Es stand zu nahe an der Eisfabrik. Das war zu auffällig. Ich befürchtete auch, dass er sich schon auf dem zur Eisfabrik gehörenden Grundstück befand. Also sagte ich ihm, er solle das Tipi ans Ufer verlegen. Er tat es und hat dann auch eine provosorische Küche erbaut.

Und dann kamen andere Menschen hinzu?

Nun, James war Spanier – und so kamen erst einmal weitere Spanier. Dann kamen Leute, die zwar keine Spanier waren, aber Spanisch sprachen. Und dann kamen noch ein paar mehr, die zunächst einmal nur als Gäste da waren. Ziemlich früh kam dann auch Olly, der sich durch handwerkliche Fähigkeiten auszeichnete. Err hat die Küche ausgebaut und eine erste Bühne errichtet. james wiederum ging als der Winter kam.

Mitunter hört man, dass es in der Anfangszeit recht chaotischnim Teepeeland zuging. Stimmt das?

Ja, ich habe mich damals nicht genügend darum gekümmert. Ich dachte, die Siedlung würde nur vorübergehend existieren … obwohl ich andererseits ihrgendwie schon geahnt habe, dass sie länger bestehen könnte.

Wie sah damals ein typischer Tag im Teepeeland für dich aus?

Aufstehen, Kaffee trinken, mit ein paa leuten reden. Und dann erst einmal Dinge erledigen, Termine. Und abends natürlich Party mit Leuten aus verschiedenen Nationen – das hat Spaß gemacht!

Und dann etablierten sich organisotorische Strukturen …

Ja, mit meinem Wohlwollen, darauf  habe ich schon geachtet. Und natürlich auch mitgeholfen.

Zugleich gab es in den ersten Jahren diverse „problematische“ Leute im Teepeeland, oder?

Sicher, wir hatten zum Beispiel einige „Messis“. Die mussten gehen. Und es gab auch Störenfriede. Gott sei dank hat der Platz das damalige Chaos überstanden.

Glaubst su, dass der Erfolg des Teepeelands darin begründet liegt, dass es mittlerweile eine relativ stark „regulierte“ Siedlung ist?

Ja, aber sie ist meines Erachtens noch nicht stark genug reguliert. Da gibt es noch einiges zu tun.

Und warum besteht die Siedlung primär aus Tipis – und nicht etwa aus Zelten und Hütten?

Weil Tipis den Vorteil haben, dass man darin auch stehen kann und nicht die ganze Zeit sitzen oder liegen muss.

Heutzutage zieht das Teepeeland zahlreiche Besucher an: Touristen, Einheimische, Künstler, Journalisten und Stadtforscher. Welchen Reiz übt die Siedlung auf sie aus?

Die Leute sehen , dass es ein interessanter Ort ist. Mit viel Subkultur.

Was erhoffst du dir für die Zukunft der Siedlung?

Es wäre schön, wenn wir einen Pachtvertrag bekommen und bleiben könnten.

 

Das Interview führte Niko Rollmann. Auf Worldpress übertragen durch Micha.

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